INFO BILDER KONTAKT BLOG

Projekt Landhof Müncheberg

Der Kulturverein Landhof Müncheberg e.V. wurde im September 2012 von 9 Menschen mit einer gemeinsamen Vision gegründet. Sie möchten mit der Sanierung und Wiederbelebung der erworbenen Hofanlage in Müncheberg ein zukunftsorientiertes Leben und Arbeiten auf dem Land verwirklichen. Dabei wollen sie keine Stadtflucht begehen, um in einer romantisierten Idylle zu wohnen, sondern vielmehr ländliche Werte und Traditionen mit urbanen Möglichkeiten und Erfahrungen verbinden. Im 21. Jahrhundert sind die Städte voller denn je geworden, der Verkehr nimmt zu, das Tempo wächst, die Lebensqualität sinkt. Dennoch bietet die Stadt stetig interessante, inspirierende und zukunftsorientierte Momente und Projekte, die über topografische Grenzen hinaus generationsübergreifend fühlbar gemacht werden sollten. In der Stadt ist nicht alles und jeder gleich – im Gegenteil Multikulturalität und Diversität bestimmen den Alltag und fördern Respekt, Toleranz und Akzeptanz. Diese positiven Elemente urbaner Milieus möchten wir mit den Vorzügen ländlichen Lebens verbinden.

Der Kulturverein Landhof Müncheberg e.V. versteht sich als Gemeinschaft, die im nahen Berlin (50 km von Müncheberg) ihr hauptsächliches Basisnetzwerk hat, das nun in die ländliche Gegend Brandenburgs ausgeweitet wird und miteinander verwoben bleibt. Der Verein setzt dabei auf ein individuelles Miteinander, in dem verschiedenste Talente gebündelt werden und wo Natur - Tradition - Handwerk UND Technologie - Innovation - Kunst keine Gegensatzpaare bilden. Der Verein ist daran interessiert, neben der Kunst- und Kulturförderung zukunftsorientierte Lebensformen, experimentelle Landwirtschaft /Selbstversorgung zu erproben und zu vermitteln. Dabei soll immer auch der Aspekt eines soziokulturellen Austausches zwischen Land und Stadt, sowie Jung und Alt, berücksichtigt werden.

Sanierung und Ausbau des alten Gutshofes „Landhof“ in Müncheberg stützen sich besonders auf ein Recycling- oder Freecycling-Konzept, das gleichzeitig für alle Beteiligten einen Experimentcharakter hat. Ein möglichst großer Teil der zum Bauen verwendeten Materialien soll aus zweiter Hand stammen und möglichst günstig, umsonst oder im Tauschhandel erworben werden. Materialien, die bei dem Ausbau des Hofes nicht mehr ursprünglich gebraucht werden, können ebenso im Tausch angeboten oder zweckentfremdet (Bsp. alte Fenster > Greenhouse, Möbelbau, etc.) verwendet werden. Dieses Prinzip unterstützt den Gedanken der ökologischen Nachhaltigkeit nicht hauptsächlich aufgrund seiner ökologisch einwandfreien Materialien, die daneben auch verwendet werden, sondern vor allem wegen seines Second Hand-Charakters. Freecycling, v.a. bekannt als internationales Verschenk-Netzwerk, beruhend auf der Idee des Amerikaners Deron Beal, ermöglicht, sowohl eine ökologische als auch eine gesellschaftspolitische Stellungnahme unsererseits:  Praktiziertes Recycling/Freecycling hilft Abfall zu reduzieren und Ressourcen zu sparen und tritt dem Over-Consumption-Prinzip und damit der Überflussgesellschaft gegenüber.

Die hofeigene Werkstatt soll diesen Ansatz ermöglichen und einen nachhaltigen und ganzheitlichen Zyklus schaffen, in welchem recyceltes Material eingesetzt wird. Die anfallenden Holzabfälle wiederum fließen direkt in die energetische Versorgung des Hofes.

Geplant sind diverse Werkstätten, Ateliers, Gemeinschaftsflächen, Kino und Konzertmöglichkeiten, Slow-Food-Gastronomie und partizipative Gärten.

Hier kann man unsere Jahresberichte herunterladen um einen besseren Einblick in unsere Aktivitäten zu bekommen. 2012 2013








Hauptgebäude 2012




 



Hauptgebäude 1927 - Bildarchiv Klaus Stieger
zurück